
re•cap #1: Ich bin sichtbar. Und weine.
Eine Kolumne über Gründung, Gefühle & die Kraft, trotzdem weiterzugehen.
Wenn man gründet, stellt man sich das oft wie eine Reise mit Rückenwind vor: Eine Vision, ein Produkt, ein paar mutige Entscheidungen – und dann läuft’s schon.
Ich kann Dir sagen: Es läuft. Aber nicht immer nach vorne.
Letztes Wochenende war ich auf dem Frauenfestival in Hamburg-Bergedorf. Ein wunderschönes Event voller inspirierender Frauen, starker Unternehmerinnen, feiner Impulse. Ich war als Ausstellerin dabei, mit meinen Meditationspuzzles – liebevoll gestaltet, achtsam ausgewählt und mit dem Wunsch, Frauen in Verbindung mit sich selbst zu bringen.
Ich habe keine einzige Box verkauft.
Was ich verkauft habe? Mich selbst – ein Stück weit. Mit all meiner Hoffnung, meinem Herzblut, meinem Wunsch, dazuzugehören.
Und dann saß ich da. Mit Tränen in den Augen. Weil Zweifel aufkamen. Weil ich mich gefragt habe, ob ich überhaupt richtig bin – mit dem, was ich tue. Ob das irgendwen interessiert. Ob ich vielleicht zu viel will.
Aber: Diese Tränen waren nicht nur Schmerz. Sie waren ein Zeichen.
Dafür, wie viel mir mein Weg bedeutet. Dafür, dass ich losgegangen bin. Und dass ich bereit bin, weiterzugehen – auch wenn es wehtut.
Gründen ist nicht nur Strategie. Gründen ist Persönlichkeitsentwicklung.
Es ist die tägliche Einladung, ehrlich zu werden. Zu hinterfragen. Neu zu wählen.
Mein Business dreht sich um Achtsamkeit, Entschleunigung, Verbindung.
Und manchmal bedeutet das auch: sich selbst zu halten, wenn gerade keiner klatscht.
Ich bleibe. Ich wachse.
Und ich nehme Euch mit – nicht nur auf die schönen Teile dieser Reise. Sondern auch auf die echten.
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Diese Kolumne erscheint regelmäßig und lädt Dich ein, innezuhalten – inmitten eines Alltags, der oft zu laut, zu schnell und zu viel ist. Sie erzählt von den leisen Momenten, in denen wir uns selbst wieder spüren. Von der Kraft, die entsteht, wenn wir achtsam mit uns umgehen, Entscheidungen bewusst treffen und unser Leben so gestalten, dass es wirklich zu uns passt. Es geht um Selbstwirksamkeit, nicht Selbstoptimierung. Um Echtheit statt Perfektion. Und um die leise, aber kraftvolle Frage: Wie will ich wirklich leben?